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Süßer Einsatz für Rohr-Jumbo & Co.

25.11.2016 - Buhck Gruppe,

Ein Einsatz ungewöhnlich süßer Art erreichte die Kollegen von Rohr-Jumbo im Frühjahr: Ein randvoll gelaufener Schaltraum mit Melasse. Melasse ist ein honigartiger dunkelbrauner Zuckersirup, der auf vielfältige Weise im Bereich der Nahrungsmittelindustrie eingesetzt wird. Der Kunde mit diesem Notfall verarbeitet Melasse bei der Herstellung von Vitaminpräparaten und Nahrungsergänzungsmitteln. Für die Produktion wird die Melasse in riesigen Tanks gelagert – jeder 20m hoch und 30m stark…im Durchmesser! Die für die jeweilige Produktionsstufe benötigte Menge wird über einen Schaltraum unterhalb der Tanks automatisch gesteuert und entnommen. Ein undichter Schieber unter einem Tank war für die fast komplette Flutung des Schaltraumes (immerhin 2,40m hoch) verantwortlich! Da war nicht nur schnelles Handeln sondern auch logistisches Geschick gefragt. Hinzu kam, dass der sirupartige „Klebkram“ nicht einfach abgesaugt werden konnte, sondern immer wieder mit Wasser verdünnt werden musste, um ihn Stück für Stück abzubauen. Um schlagkräftiger zu sein, holten sich die Rohr-Jumbo-Kollegen Unterstützung von Canal-Control + Clean sowie Peter Sigusch dazu. So ging es viel flotter. Trotzdem musste drei Tage lang mit mehreren Fahrzeugen fast durchgängig Wasser reingepumpt und das entstandene Wasser-Melasse-Gemisch abgesaugt werden.

Wenn der Fahrzeugtank gefüllt  war, begann die eigentliche Meisterleistung: Wo entsorgen wir? Hierfür drängten sich Biovergärungsanlagen, wie die AWT in Trittau (auch ein Buhck-Unternehmen), als potentielle Abnehmer auf. Denn durch den enormen Zuckergehalt ist Melasse besonders energiereich und heizt die Produktion von Biogas und Co. stark an. Ärgerlicherweise kann aus diesem Grund aber auch immer nur eine bestimmte Menge der Produktion hinzugefügt werden. Denn zu viele leicht verdauliche Rohstoffe (wie der Zucker in der Melasse) führen zu einer Übersäuerung (die Bakterien produzieren Essigsäure) im Vergärungsprozess und dadurch zum Absterben der Bakterien, die das Biogas produzieren sollen. So wurden vier verschiedene Biovergärungsanlagen, bis hoch nach Schleswig-Holstein, mit Melasse „versorgt“ und die Bakterien mit fast 150 to Melasse für die Biogasproduktion gefüttert.

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